Das Haus jenseits der nächsten Wiese
The House, One Field Away
Das Haus hält den Garten fest:
eine Salzschale auf einem Tischtuch, der Tisch unter den Bäumen.
Oder, versuch es dir nachts vorzustellen, jenseits der Wiese, mit erleuchteten Fenstern,
die Macht kerzenerleuchteter menschlicher Wärme, vervielfacht durch viele Jahre.
Selbst wenn vielleicht nur ein einziges Fenster erleuchtet ist. Das untere links.
Die Vorratskammer, in der jemand herumsucht.
Irgendetwas ist verschwunden. So geschehen bei jeder Abendmahlzeit im Freien.
Die Abkürzung zurück zum Haus, ein Pfad, quer übers Feld. Zum Haus streben alle
Wege durch den Wald, die Route vom Fluss herauf.
Oder, sagen wir, man hat das Tor erreicht. Die rosenbepflanzte Einfahrt. Bäume,
ein Paar, nah am Haus. Dort ist der Tisch gedeckt.
Das ist die Stelle, an der die Salzschale verlorenging. Ins Gras kullerte, zwischen die
oberirdischen Wurzeln eines Kastanienbaums rollte.
Schickt die Kleinen aus. Morgen. Sie sollen sie suchen. Ihr oft wiederholtes Flachsen
über das Wurzelschälchen. Es ist ein geringer Preis, zu entrichten für taugliche kleine Hände.
Platzregen am nächsten Tag, sowie den folgenden Tagen. Die Kinder auf der Veranda
hinter dem Regenvorhang. Der Sommer wuchs sich aus in Schuljahre,
Zugbesteigungen, Automobile mit Trittbrettern, die aus der
Kreiseinfahrt davonfuhren. Menschen, die von der Haustreppe zum Abschied winkten.
Oder, nimm an, du siehst es wie es heute ist. Tor und Bäume sind verschwunden. Die
Zäune desgleichen. Es gibt keine Pferde, die staksige Fohlen mit der Schnauze in Richtung
Scheune schubsen, vorbei am Brunnenhaus, dem Hühnerstall, dem Holzschuppen, dem
Getreidespeicher und der Werkstatt.
Von jenseits der Wiese gleicht es einem Dorf. Glich es.
Der Garten hingegen ist Salz für Geschichten.
The house holds the yard down:
a saltcellar on a tablecloth, the table beneath the trees.
Or, think of seeing it across a field at night, windows lit,
the candlepower of affection, multiplied by years.
Probably though it’d be just one window lit. Lower left.
The pantry where somebody is searching.
Something’s gone missing. It happens every supper outside.
The shortcut home, a path through the pasture. The house concluding
all trails through the woods, the route up from the river.
Or, say you’ve reached the gate. The rose-bush-lined lane. Trees,
a pair of them, up close to the house. The table’s laid there.
That’d be where the saltcellar got lost. Tumbled into the grass,
rolled over the overground roots of a Chestnut tree.
Send the young ones, tomorrow, to look for it. Their repeated
root cellar joke the price to be paid for small, capable hands.
A downpour next day, and for days after. The kids on the verandah
behind the curtain of rain. Summer slid into schoolyears,
the boarding of trains, motorcars with running boards easing
out the circular drive. Someone on the housestep waving so long.
Or, say you see it as it is today. Gate and trees gone. Fences
down. No horses to to nuzzle wobbly foals back to the barn,
past wellhouse, henhouse, woodhouse, granary, and shop.
From a field away, it looks a village. Looked.
The garden though is salted with story.